Augsburg
- Holz ist der mit Abstand wichtigste Biobrennstoff in
Bayern - und seine Bedeutung für die Energiegewinnung
wird künftig weiter wachsen. Darauf hat Forstminister
Josef Miller bei der Eröffnung der Internationalen
Kongressmesse HolzEnergie 2001 in Augsburg hingewiesen.
Nach seinen Angaben werden im Feistaat jährlich 2,3
Millionen Tonnen Holz energetisch genutzt - 3,9 Millionen
Tonnen könnten es beim derzeitigen Holzeinschlag
in den bayerischen Wäldern sein. "Die Holzvorräte
waren noch nie so hoch wie heute und sie steigen weiter",
betonte der Minister. Von den 18 Millionen Kubikmetern
Holz, die pro Jahr in den bayerischen Wäldern zuwachsen,
werden derzeit rund zwei Drittel genutzt.
Von
der Energiegewinnung aus Biomasse profitiert nach Aussage
des Ministers auch die Umwelt: "Schon heute sparen
wir duch den Einsatz von Energieholz jährlich rund
1,2 Milliarden Liter Heizöl in Bayern. Damit verhindern
wir den Ausstoß von rund 3,2 Millionen Tonnen des
Treibhausgases Kohlendioxid." Alle zwei Sekunden
wächst laut Miller in Bayern ein Kubikmeter Holz
nach. Dabei wird der Atmosphäre fast eine Tonne Kohlendioxid
entzogen. 250 Kilogramm davon werden als Kohlenstoff im
Holz gespeichert, 750 Kilogramm als Sauerstoff freigesetzt.
Biomasse ist in Bayern heute als regenerativer Energieträger
der Wasserkraft ebenbürtig. Sie deckt 3,2 Prozent
des Primärenergiebedarfs. Das ist dreimal mehr als
der Bundesdurchschnitt.
Die
Förderung nachwachsender Rohstoffe nannte der Minister
ein Kernziel bayerischer Forst- und Agrarpolitik: "Seit
1990 haben wir 335 Millionen Mark, davon 270 Millionen
Mark Landesmittel, überwiegend in die Energieerzeugung
aus Nachwachsenden Rohstoffen investiert." Jüngste
Projekte sind das im September angelaufene Programm für
kleine Biomasseheizwerke mit 100 bis 500 Kilowatt Leistung
und das im Juli gestartete Förderprogramm für
die im Marktanreizprogramm des Bundes ausgeschlossenen
kommunalen und kirchlichen Einrichtungen.