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"Ja,
das Klima ändert sich. Das Klima hat sich schon
immer geändert". Die erste von drei beim
Symposium "Nachhaltige Energie aus der Region
für die Region" im Raum stehenden Fragen
beantwortete Prof. Seiler ohne Einschränkungen.
Auch wenn der Wissenschaftler das "immer"
auf ein, zwei Millionen Jahre beschränkte.
In
den letzten Jahren habe man eine deutliche Temperaturerhöhung
festgestellt, die in den letzten zehn,
20 Jahren "eine rasante Entwicklung nach oben"
gemacht habe. In diesem Zeitraum stieg die Durchschnitts-temperatur
um 0,3 bis 0,4 Grad Celsius. Ein auf den ersten
Blick wenig besorgniserregender Wert. Aber: "Bei
einer Erhöhung um ein Grad Celsius haben wir
ein Klima, dass wir in den ein, zwei Millionen Jahren,
die wir wissenschaftlich kennen, nicht hatten".
Ändert
sich das globale Klima, ändert sich auch das
regionale - so weit beantwortete der Leiter des
Fraunhofer-Instituts auch die zweite Frage mit einem
"Ja". Aber: "Die regionalen Auswirkungen
können ganz anders sein als die globalen".
An Vils, Naab und Donau werden wohl keine Palmen
wachsen, dazu werde es im Winter zu kalt und feucht
bleiben. Auf der anderen Seite werde es im August
des Jahres 2040 oder 2050 in der Oberpfalz fünf,
sechs Grad Celsius wärmer sein als heute und
deutlich trockener, was wiederum die Landwirtschaft
in Amberg, Schwandorf und Regensburg erhebliche
beeinflusse.
Das
Klima werde im wahrsten Sinne ungemütlich:
Ökosysteme brechen zusammen, Gletscher tauen
schneller ab, Flüsse treten über die Ufer,
Dürren, Hitzewellen und Unwetter häufen
sich. Meteorologische Extremsituationen wie Hagelschauer
oder Stürme nehmen zu.
"Können
wir das Ganze noch meistern?" Bei Frage Nummer
drei blieb Prof. Seiler eine klare Antwort schuldig,
ist eine klare Antwort wohl auch nicht möglich.
Der Ausstoß von so genannten Treibhausgasen
wie Kohlendioxid müsste möglichst bald
drastisch gesenkt werden, doch selbst dann sei nur
noch das Tempo zu beeinflussen, "die Klimaänderung
selbst ist nicht mehr zu vermeiden".
Amberger Zeitung, 8. Oktober 2001
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1961-69
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Studium
der Meteorologie, Universität Mainz
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1970
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Promotion,
Universität Mainz
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1980
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Habilitation,
Fachgebiet Luftchemie,
ETH Zürich |
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Leitung
der Arbeitsgruppe Spurengase,
MPI Mainz |
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1969-85
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Wissenschaftlicher
Mitarbeiter am
Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz
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1978
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Gastwissenschaftler
am National Center for Atmospheric Research,
Boulder, USA
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1980-89
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Gastprofessor
Georgia Institute for Technologie, Atlanta,
USA
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1980-82
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Lehrauftrag
an der ETH Zürich
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seit
1986
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Leiter
des Fraunhofer-Instituts
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1998
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Berufung
zum Honorarprofessor, Universität Augsburg |
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Forschungsschwerpunkte:·
Messtechnik im Umweltbereich· Klima-
und Umweltschutz· Gutachten (Klima, UVP)·
Schadstoffbelastung· Emissionen/Emissionskataster·
Numerische Simulationen·
GIS-Anwendungen
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Leiter
des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung
(IMK-IFU), Forschungszentrum Karlsruhe GmbH |
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