Im
Bereich des Stadtgebietes der Stadt Hirschau überlegten
die Schützengesellschaft Diana Hirschau e.V.
eine moderne Schießanlage zu errichten und
der Turn- und Sportverein 1870 Hirschau e.V. für
seine Sparten einen Erweiterungsbau zu tätigen,
was durch beengte räumliche Verhältnisse
kaum realisierbar erschien.
Unter Beihilfe der Industrie und politischer Kräfte
wurde der Versuch gestartet, eventuell ein Gemeinschaftsobjekt
mit Ausgliederung aus der Stadt anzugehen.
Unter
Einbindung des zweiten Fußballvereins mit
Überwindung erheblicher Hürden entwickelte
sich eine Lösung, die sicher Bayernweit seinesgleichen
sucht. Aus zwei Fußballeinheiten TuS und
SpVgg Weiße Erde wurde ein neuer Verein
gegründet: TuS Weiße Erde 1995. Die
Vereine TuS 1870 (jetzt ohne Fußballabteilung),
der Neuverein TuS Weiße Erde 1995 und die
Schützengesellschaft Diana beschlossen eine
gemeinsame Sportanlage außerhalb der Stadt
zu errichten. Allein diese Entscheidung macht
störende Flächen im Stadtgebiet frei,
ist städteplanerisch von immenser Bedeutung,
das noch schwierigere, etwas gemeinsam zu machen,
also zusammenzuwachsen, anstatt immer nur aufteilen.
Diese Ansätze könnten im Heimatpreis
ebenso zum Ansatz kommen. Im Nachgang kann man
feststellen, das dies mehr als gelungen ist.
Beim
Neubau wurde immer besonderer Wert auf Umweltschonung
und Beachtung unserer gegebenen Ressourcen gelegt,
mit diesem Thema bewerben wir uns auch für
den 4. Bayerischen Heimatpreis 2001. Die Beachtung
der Ökologie sollte ein Kosteneinsparungseffekt
mit sich bringen, der langfristig eine günstige
Gestaltung der Betriebskosten erlaubt.
Als
Anlagen sind detailliert die realistisch umsetzbaren
Zusatzeinrichtungen aufgeführt. Ansätze
waren:
·
Oberflächenwasser zur Beregnung der Rasenspielfelder,
· Regenwassernutzung für die Toiletten
im Sportheim,
· Nutzung der Sonnenenergie zur Brauchwasseraufbereitung,
· Einsatz einer Hackschnitzelheizung zur
Verwendung nachwachsender Rohstoffe als Heizmaterial,
· Zusatzheizung für Spitzenabdeckung
mit Gas.
Aber
auch gebäudetechnisch wurde an Energieeinsparung
und weitere Energienutzung gedacht. Bei der Bauausführung
wurde so eingesetzt:
·
Große Fensterflächen im Südbereich
zur Nutzung der Sonneneinstrahlung
· Anbringen eines Isolierputzes zur Wärmedämmung
· Komplettisolierung der Dachflächen
· Alle Lampen wurden mit Sparlampen ausgestattet
· Für eine zentrale Lüftungsanlage
wurden 7 effiziente den Bereichen zugeordnete
Kleinanlagen mit Vorwärmung durch die Abluft
eingebaut.
Das
erste Betriebsjahr bestätigt die Richtigkeit
höhere Investitionen getätigt zu haben,
zum Wohle der Umwelt und des eigenen Geldbeutels,
wobei die Entwicklung der Energiepreise sein übriges
bewirkte.
Nutzung
von Regen- und Oberflächenwasser:
Einsatz-Regenwasser
Speichervolumen 27 m³
Toilettenspülungen im Sportheim
Wassermenge 500 m³ / Jahr
Einsatz-Oberfächenwasser 2 Autom. Regneranlagen
Spielfeld A+B
Aus Regenwasserrückhaltebecken 7000 m²
Wassermenge 3.520 m³ / Jahr
Konzept
Heizung
Technische
Ausstattung Solaranlage 120 m²
Hackschnitzelheizung 90 kW
Gasheizung 1.Stufe 60 kW
2.Stufe 30 kW
Warmwasserspeicher 7.900 l
Heizmittelbedarf
2000 Hackschnitzel 318 m³
Flüssiggas 6,6 Nm³
Kostenvergleich
Beregnung
Rasenspielfelder
Investitionsmehrkosten: 20.337 DM
Jährliche Kostenersparnis 13.965 DM
Regenwassernutzung Toiletten
Investitionsmehrkosten: 20.200 DM
Jährliche Kostenersparnis 2.025 DM
Konzept
Heizung
Investitionsmehrkosten: 112.000 DM
Jährliche Betriebskosten 2000 12.975 DM
Geplante
Jahreskosten 1996 14.000 DM
Geplante Jahreskosten Öl 1996 27.000 DM
Angenommene Kosten Öl 2000 43.000 DM
Angepasste Einsparung im Jahr 30.000 DM