Regenerative
Energie für die Zukunft
"FUKS"-Vize
Hochmuth zieht Bilanz über das Symposium
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Bestnoten für Referenten und Organisation
Schwarzenfeld/Amberg.
(mp) Welche Vorteile hat die Nutzung nachhaltiger
Energien? Umfassende Infos zu dieser Thematik
boten die FH Amberg und das "FUKS"-Team
kürzlich bei einem Symposium, das zum
Teil auch in Schwarzenfeld stattfand (wir
berichteten). "Eine Wiederholung wurde
gewünscht", so "FUKS"-Vize
Eduard Hochmuth in seiner Bilanz.
Bisher
gab es in der Oberpfalz nichts Vergleichbares:
Eine Fachtagung zum Thema "Nachhaltige
Energie aus der Region für die Region"
stellte die Fachhochschule Amberg gemeinsam
mit dem "Forum für Umwelt, Kultur
und Soziales" auf die Beine. Als Referenten
wurden ausgewiesene Spezialisten gewonnen.
Die
Vorbereitung des Symposiums lag in den Händen
von Eduard Hochmuth, zweiter Vorsitzender
des "FUKS". Bei einem Pressegespräch
konnte er eine positive Bilanz der Veranstaltung
ziehen. "Für Vorträge und
Organisation gab es Bestnoten", wusste
er. Einer Wiederholung 2002 dürfte
nichts im Wege stehen.
Bewährte
Kooperation
"Die Zeit ist reif für Biogas,
Pflanzenöl, Biomasse/Holz", dieses
Leitmotiv haben die Veranstalter dem "Kind"
gegeben. Kooperiert wurde dabei mit der
VHS Amberg-Sulzbach sowie dem Entwicklungszentrum
für Verfahrenstechnik ATZ-EVUS aus
Sulzbach.
Zum
Einstieg in das zweitägige Symposium
referierte Professor Dr. Wolfgang Seiler
über die Klimaerwärmung und ihre
Auswirkungen auf die Region. So würden
unter anderem die Sommer um bis zu fünf
Grad wärmer, zehn Prozent weniger Niederschlag
anfallen. Auch die Zunahme von Extremwetterlagen
prognostizierte der Leiter des Fraunhofer-Institutes
in Garmisch-Partenkirchen.
Heizkosten
niedriger
Eine Lanze für Hackschnitzel- oder
Holzpelletheizungen brach Professor Dr.
Stefan Beer. Nach seinen Worten besäßen
diese den gleichen Bedienungskomfort wie
eine konventionelle Öl- oder Gasheizung.
Preislich seien die Holzheizer im Vorteil:
Rund 1,5 Pfennige würden pro Kilowattstunde
weniger an Kosten anfallen.
Seit
1999 habe sich die Zahl der Biogasanlagen
auf 1650 verdoppelt, so Dr. Stefan Prechtl
in seinem Vortrag. Laut Eduard Hochmuth
könne hieraus doppelt so viel Strom
wie aus Photovoltaikanlagen gewonnen werden.
Der Freistaat Bayern gewähre beim Bau
15 Prozent Zuschuss.
Keine
aufwendige Technik sei für den Einsatz
von Planzenöl als Dieselersatz nötig,
so Professor Dr. Markus Brautsch bei seinem
Vortrag. Über den Maschinenring könnten
Landwirte im Zusammenschluss Pressen betreiben.
Die Umrüstungskosten für PKW´s
seien vom Fahrzeugtyp abhängig und
lägen zwischen 3500 und 7000 Mark.
Zum
Abschluss des Symposiums ging Professor
Dr. Franz Bischof auf das Potenzial nachhaltiger
Energien für die Region ein. Bei entsprechender
Nutzung könnten in den Landkreisen
Schwandorf und Amberg-Sulzbach pro Jahr
Diesel, Gas oder Öl im Wert von weit
mehr als 50 Millionen Mark ersetzt werden.
Infos
bei den Umwelttagen
Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich
bei den Umwelttagen am Wochenende in der
Neunburger Stadthalle weiter informieren.
In der Stadthalle sind unter anderem Hackschnitzelanlagen
sowie auf Pflanzenöl umgerüstete
PKWs ausgestellt.
Der neue Tag, 18. Oktober 2001