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FUKS
FORUM FÜR UMWELT, KULTUR UND SOZIALES
E. V.
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Exkursion
Thema "Pflanzenöl"
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| 06.10.2001 |
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Besichtigung
der Ölmühle Alfalter
(Pegnitztaler Pflanzenöle)
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Dr.
B. Martin, Alfalter 20, 91247 Vorra
Tel. (0 91 52) 87 15 Fax (0 91 52) 91 15 66
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Dr. Martin erklärt den Exkursionsteilnehmern
die Ölpresse
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Die
Pegnitztaler Pflanzenöle (PP) gibt es seit
dem 1. 6. 2000, produziert wird seit dem 1. 10.
2000. Mittels Ersatz von Mineralöl (Diesel)
durch kalt gepresstes Rapsöl soll, für
den Verbraucher ökonomisch interessant, CO2
eingespart werden. Die Firma PP soll zukünftig
als GmbH geführt werden.
Im Landkreis Nürnberger Land werden bzw.
wurden (Zahlen von 1999) 4,47% der Ackerstücke
(ohne Grünland) mit Raps angebaut (zum Vergleich:
Landkreis Weißenburg: 7,51%). Der Durchschnittsertrag
pro ha beträgt 32,6 dt; d.h. bei 621 ha rund
2000 t. Eine theoretische Steigerung auf 25% ist
möglich, da Raps alle vier Jahre angebaut
werden kann. 1 t food Raps (also Raps von "normalen",
nicht still gelegten Flächen) kostet derzeit
450,- bis 500,- DM.
Durch Kaltpressung (energiearmes Verfahren)
werden ca. 33% Öl, d.h. 330 kg/t gewonnen.
Der Rest sind Rapskuchen und Trüb (Schwebstoffe,
welche sich absetzen bzw. filtriert werden). Das
Öl wird mit 5/10000 mm feinen Filtern gereinigt
(Schutz vor Motorschäden).Das Pegnitztaler
Pflanzenöl kostet derzeit 0,9836 DM pro Liter
+ 7% MWSt., der Rapskuchen 35,- DM/dt + 7% MWSt.
ab Hof. Der Transport im 1000-Liter-Tank durch
die Firma ist möglich. Ein Problem ist, dass
der Absatz von Rapsöl und Rapskuchen (ein
hochwertiges Eiweißfutter) parallel laufen
muss.
Als Kraftstoff kann kaltgepresstes Rapsöl
aus Erfahrung in einer Zumischung von 30% im Sommer
und 20%
im Winter ohne Umrüstung in praktisch jedem
Dieselmotor verbrannt werden.
Als Speiseöl, zu dessen Gewinnung
eine andere Vorreinigung und Behälter aus
Edelstahl notwendig sind, hat kalt gepresstes
Rapsöl das optimale Verhältnis von einfach
zu mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Es enthält kein gesundheitsschädliches
Cholesterin. Dringend notwendig erscheint Dr.
Martin die Aufklärung der Verbraucher, dass
übliche Speiseöle, welche nicht durch
Kaltpressung gewonnen werden, oft durch chemische
Lösungsmittel extrahiert werden.
Um
Raps als Monokultur zu vermeiden, sind weitere
Ölpflanzen wie z.B. Leindotter als Mischfrucht
im Getreide interessant - der Anbau befindet sich
noch im Versuchsstadium. Derzeit wird ein Franchise-Projekt
mit Interessenten in Norddeutschland, in den neuen
Bundesländern und Spanien ausgearbeitet.
Ein weiterer Aspekt ist die Entwicklungshilfe.
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