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FUKS
FORUM FÜR UMWELT, KULTUR UND SOZIALES
E. V.
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Pressemitteilungen
und -berichte
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Vom
Einfluss des Mondes auf die Natur
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Einblick
in kosmische Rhythmen und ihre Wirkungen auf die
Lebensabläufe
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Arnold Kimmerl hielt in der Umweltstation FUKS
einen Vortrag zum Thema
"Der Einfluss des Mondes auf die Pflanzenwelt".
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Gleichmäßige
Rhythmen sind im täglichen Tag- und Nachtwechsel
und im Wechsel der Jahreszeiten erkennbar. Der
Sieben-Tage-Rhythmus findet sich in der Brutpflege
der Vögel wieder. Der Monat ist der zwölfmalige
Wechsel des Mondlichtes im Jahr. Dies sind die
Phasen von Neumond über Vollmond bis wieder
zum Neumond. Beim
Menschen unterliegen beispielsweise Körpertemperatur
und die Aktivitäten der Organe täglichen
rhythmischen Schwankungen. Auch Geburten- und
Sterbehäufigkeiten sind in Zusammenhang von
bestimmten Tages- oder Nachtzeiten zu sehen.
Bei Pflanzen kann man ebenfalls von einer "Tagesuhr"
sprechen: zwischen sechs und neun "wacht"
die Pflanze "auf", der Saft beginnt
nach oben zu steigen, Nektar fließt, die
Pflanze "atmet". Nach 15.00 Uhr beginnt
die Pflanze wieder "einzuschlafen":
der Saftstrom geht nach unten in den Wurzelbereich.
Daran lehnt sich z.B. auch die alte Gärtnerweisheit
an, dass man Schnittblumen am morgen abschneidet
(bei aufsteigendem Saft), weil sie damit länger
halten.Das
Wissen um den Einfluss des Mondes auf die Natur
ist Jahrtausende alt, erläuterte Kimmerl.
Schon seit Urzeiten nutzten unsere Vorfahren die
Erkenntnisse und haben sich mit der Beobachtung
der Gestirne die Zeit eingeteilt. Sie züchteten
ihre Tiere, säten und ernteten nach dem Mondkalender,
hielten sich an verschiedene Bauernregeln und
Wetterweisheiten. Ganz
deutlich ist die Kraft des Mondes im Wechsel der
Gezeiten erkennbar. Gewaltige Wassermassen werden
dabei wie durch einen Sog gehoben. In der Bretagne
gibt es teilweise einen Tidenhub von bis zu elf
Metern Höhe.
Auch am Festland kann eine tägliche Hebung
und Senkung des Erdbodens von bis zu einem halben
Meter festgestellt werden.Besondere
Kräfte üben Neumond und Vollmond auf
sensible Menschen aus. "In Vollmondnächten
gibt es eine erhöhte Zahl an Unfällen,
Selbstmorden und auch werden mehr Leute in psychiatrische
Kliniken eingeliefert", zitierte Arnold Kimmerl
einen Artikel des Nachrichtenmagazins "Der
Spiegel".Das
bekannteste Beispiel für den direkten Einfluss
des Mondes auf die Tierwelt ist der Palolowurm,
der in der Südsee vorkommt. Diese Tierart
kommt nur im Frühling zu bestimmten Mondzeiten
zur Fortpflanzung an die Meeresoberfläche.
Auch unser einheimischer Regenwurm richtet sich
nach dem Mondzyklus aus: nur bei Vollmond geht
dieser in den Kompost und kommt auch nur dann
wieder heraus.
Unter
dem Mond-Tierkreisrhythmus versteht man bestimmte
Sternbilder, die sich in einem bestimmten Kreis
um die Erde befinden. Die Tierkreiszeichen sind
seit 6000-7000 Jahren bekannt. Die Menschen hatten
bestimmte kosmische Erscheinungen und deren Wirkungen
auf die Erde beobachtet. Diesen Wirkungen wurden
bestimmte Namen, die heutigen Tierkreiszeichen
zugeordnet. Der Kosmos ist somit einer von verschiedenen
Faktoren, die Auswirkungen auf den Ertrag haben.
Kimmerl
bezieht sich dabei auf die Forschungen von Maria
Thun, die einen nach den Mondphasen ausgerichteten
Aussaatkalender unter Einbeziehung der Tierkreiszeichen
entwickelt hat. Sie teilt die Pflanzen ein in
Wurzel- (z.B. Radieschen, Karotten, Kartoffeln),
Blatt- (Salate, Kräuter, Kraut) und Frucht-
(Tomaten, Gurken, Getreide, Bohnen) und Blütenpflanzen
(Sonnenblumen). Je nachdem in welcher Kategorie
sie zu finden sind, sollten sie an bestimmten
Tagen gesät, gepflegt und geerntet werden.
Für die Wurzelbildung sind Stier-, Jungfrau
und Steinbocktage günstig. Die Blattbildung
fördern Fische, Krebs und Skorpion. Widder,
Löwe und Schütze versprechen eine gute
Fruchtentwicklung, während Zwillinge, Waage
und Wassermann die Blütenbildung begünstigen.
Neben dem Tagesrhythmus der Pflanze (auf- oder
absteigender Saft) sollte z.B. beim Pikieren von
Pflanzen oder bei der Obsternte auch noch beachtet
werden, ob es sich gerade um einen aufsteigenden
oder absteigenden Mond handelt. Diese Rhythmen
können auch dem Kalender von Maria Thun entnommen
werden.Danach
ging Kimmerl noch auf Feste im Jahreskreis ein.
Der Ostertermin wird beispielsweise immer so gewählt,
dass es der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond
ist. Der Frühlingsvollmond ist der erste
Vollmond nach dem Frühlingsanfang. Das wichtigste
christliche Fest richtet sich somit nach dem Mond.
Auch die alte Bauernregel, dass man während
der Grabesruhe Christi (Karfreitag und Karsamstag)
die Pflanzen ruhen lassen soll, konnten durch
die Beobachtungen von Maria Thun bestätigt
werden: Pflanzen, die an diesen Tagen gesät
worden sind, sind häufiger empfänglich
für Krankheiten oder bringen weniger Ertrag.Der
Mond ist also ein Faktor von mehreren für
den Einfluss auf das Pflanzenwachstum. Auch die
Bodenqualität, das Klima, die Pflanzenart
und Nachbarpflanzen usw. sind ausschlaggebend
für Qualität und Quantität der
Ernte.
Josefine Kiener, FUKS
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