"Ein
durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt, der in
einem freistehenden Einfamilienhaus lebt, verbraucht
ca. 4300 kWh Strom pro Jahr. Dagegen verbraucht
ein sparsamer 4-Personen-Haushalt gerade einmal
ca. 2200 kWh. Und genau sowenig Strom verbraucht
auch meine Familie mit Geschirrspülmaschine
und sonstigem Komfort." Mit dieser Gegenüberstellung
eröffnete Eduard Hochmuth Dipl-Ing. (FH)
seinen Vortrag über Stromspartipps, Strompreise
und Naturstrom.
Hier
beispielhaft einige Spartipps von Hochmuth:
Auf Kochwäsche und Vorwäsche ganz
verzichten, denn bei 60°C oder sogar bei
40°C wird jede normal verschmutzte Wäsche
sauber, ergibt eine Ersparnis von 40%. Den richtigen
Standort und die richtige Temperatur auswählen,
für den Kühlschrank reichen z.B. 7
- 8° C, im Gefriergerät -18° C.
Ein Mikrowellenherd verbraucht zum Garen von
mehr als zwei Portionen mehr Strom als ein Elektroherd,
und ab vier Personen entfällt auch der
Zeitgewinn.
"Prüfen
Sie, ob die Heizungspumpe auf der nächstniedrigeren
Leistungsstufe ausreicht und in den Nachstunden
ganz abgeschaltet werden kann, dies ergibt bis
zu einem Drittel Ersparnis", erläuterte
der Referent und ergänzte: "In den
Sommermonaten die Thermostate und Steuerventile
der Heizung ganz vom Netz nehmen." Generell
ist die Warmwasserbereitung und die Heizung
mit Strom, auch mit Nachttarif, die teuerste
und ineffizienteste Energieform.
"Solche
und mehr Stromspartipps sind auch bei den Verbraucherzentralen,
bei Greenpeace, Bund Naturschutz, Bund der Energieverbraucher
usw. zu erhalten", fügte Eduard Hochmuth
ein.
Anschließend
stellte der Referent eine Vergleichsrechnung
Glühlampe - Energiesparlampe vor: Eine
gute Energiesparlampe mit Vorschaltgerät
(ca. 7,50 €) spart 71 € bei 0,15 €
pro kWh Haushaltsstrompreis. In jedem Raum,
in dem das Licht eine Stunde und mehr brennt,
rechnet sich eine Sparlampe. Gute Sparlampen
sind im Fachgeschäft in verschiedenen Lichtfarben
und Lichtspektren sowie Formen zu haben. Diese
Lampen sind auch absolut flimmerfrei, so Hochmuth.
Die Vorurteile, dass häufiges Schalten
die Lebensdauer verkürzt oder das Einschalten
mehr Energie als eine Stunde Betrieb verbraucht,
stimmen nicht.
Beim
Geräteneukauf sollten Geräte mit der
Bewertung B und schlechter nicht gekauft werden,
da diese Geräte meist erheblich verbrauchsintensiver
als A-Geräte sind. Vor allem bei Kühl-
und Gefriergeräten gibt es bereits A+ und
A++ Geräte mit einem 20 bis 40% niedrigeren
Stromverbrauch (mehr dazu auch unter www.energy-plus.org
oder www.spargeraete.de ).
Durch
Standby Verluste ergeben sich schnell 100 €
und mehr unnötige Kosten in einem Durchschnittshaushalt.
Diese Kosten lassen sich dadurch vermeiden,
dass typische Geräte wie Fernseher, Computer,
Drucker, etc. durch eine Steckerleiste mit Netzschalter
vollständig vom Netz getrennt werden.
Im
zweiten Teil seines Vortrags verglich Eduard
Hochmuth die Entwicklung der Stromkosten bei
den Kleinverbrauchern und der Industrie. Unter
anderem führte er an, dass die Kleinverbraucher
aktuell 15 bis 17 Cent pro kWh Strom bezahlen.
Für die Industrie hat sich der Strompreis
seit 1990 halbiert, von 7,5 Cent auf 4 Cent
pro kWh. "Das heißt, das Erneuerbare-Energien-Gesetz
(EEG) und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz
(KWK-Gesetz) belastet die Industrie nicht",
so Hochmuth. Ergänzend erläuterte
der Referent: "Bezahlen die Kleinverbraucher
für die Netznutzung fast 7 Cent pro kWh,
bezahlt die Industrie 2 Cent und weniger. Damit
liegen sowohl die Strompreise als auch die Netznutzungspreise
für die Industrie im europäischen
Mittel."