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Beschreibung:
Weidenruten sind aufgrund ihrer Beschaffenheit
(Biegsamkeit, Verformbarkeit) seit Alters her ein hervorragendes
natürliches Gestaltungsmaterial, das sich nach dem Anwachsen
begrünt und harmonisch in die Umgebung einfügt.
Tipi und Tunnel vermitteln zudem das Gefühl der Geborgenheit.
An der Aktion am Samstag, den 1. April 2005, nahmen bei schönstem
Frühlingswetter ca. 30 Kinder und Jugendliche unterschiedlichen
Alters (10 - 16 Jahre) teil. Schon vorher hatten sie unter
Anleitung von Max Pamler den Maschendrahtzaun, der den Hof
bis dahin zum Stadtpark abgrenzte, entfernt. Die Weidenruten
waren mit einem LKW drei Tage zuvor von der Flussmeisterstelle
Nabburg (Wasserwirtschaftsamt Amberg-Weiden) angeliefert und
bis zum Beginn der Aktion feucht gelagert worden. Unter Anleitung
von Wolfgang Grosser vom Kreisgartenamt bestimmten die Jugendlichen
Lage und Größe des Weidentipis / -tunnels selbst.
Die benötigten Werkzeuge stellte teilweise der Städt.
Bauhof Neunburg zur Verfügung.
Nach Vollendung des Werkes war das Wässern der gesetzten
Weidenstangen (auch in den Folgemonaten) die wichtigste Aufgabe,
um das Anwachsen zu ermöglichen.
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In der ersten Zeit wurde das Wasser mit Eimern aus dem benachbarten
Unteren See im Stadtpark geholt, schnell stellte sich aber
heraus, dass bei den benötigten Mengen der Einsatz eines
Gartenschlauches zweckmäßiger war. Auch über
diese (zweite) Aktion berichteten die beiden hiesigen Tageszeitungen.
In den heißen Sommermonaten bot der Tipi ein lauschiges
schattiges Plätzchen für die Jugendlichen, um zum
Beispiel Karten zu spielen. Kleinkinder, die mit ihren Müttern
auf dem Fuß-Radweg vorbei kommen, und auch Kindergartenkinder
nutzen gerne die Gelegenheit, durch den Tunnel und Tipi zu
spazieren.
Zusätzlich wurde ein Torbogen aus Weidenruten errichtet,
durch den später der Kiespfad als Anbindung zum Stadtpark
führen sollte. Neben das Tor wurde eine Kletterpflanze,
das (fast) immergrüne Geißblatt "Lonicera
henryi" gepflanzt.
Bauanleitung
für ein Weidentipi - siehe weiter unten !
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Bauanleitung
für ein Weidentipi:
Benötigt
werden Weidenstangen unterschiedlicher Stärke in einer
Länge von ca. 2,50 bis ca. 4 m Länge, je nach dem,
wie groß der Tipi werden soll. Die Lage und Größe
des Tipis wird mit den Teilnehmern festgelegt. Wichtig: Wo
kommen die Ein- und Ausgänge hin? Die Teilnehmer stellen
sich in einem Kreis auf, jeder mit einer langen Weidenstange
in der Hand. Die Weidenruten werden nach vorne in Richtung
Kreismitte geneigt, dort, wo die Tipispitze sein soll. Dadurch
kann die Größe des Kreises bestimmt werden.
Der Kreismittelpunkt wird bestimmt und mit einem Eisenstab
oder Holzpflock markiert. An dem Pflock wird eine Schnur befestigt,
die so lang wie der Radius ist. Anschließend wird -
wie mit einem Zirkel - der Kreisbogen abgegangen, wobei ein
Teilnehmer mit Sand den Bogen markiert. Entlang des Kreisbogens
heben die Jugendlichen mit Spaten und Schaufeln einen kleinen
handtiefen Graben aus und entfernen evtl. vorher die Grasnarbe.
Mit langen Eisenstangen (Durchmesser ca. 3 cm) werden dann
in einem Abstand von ca. 40 - 50 cm Löcher in den Boden
gestanzt und in diese die kräftigsten Weidenstangen senkrecht
eingesetzt. Später kommen in die Lücken dazwischen
die dünneren Weidenruten. Ebenso wird beim anschließenden
Tunnel verfahren, hier werden aber kürzere Ruten verwendet.
Mit Kokosstrick werden die Weidenstangen so zusammengebunden,
dass sich die Tipiform mit der Spitze herausbildet. Die Zwischenräume
werden mit dünnem biegsamen Weidenmaterial verflochten.
Überstehende Äste und Zweige werden mit der Garten-
oder Astschere entfernt.
Angießen und regelmäßiges Wässern sind
in der Folgezeit unbedingt notwendig, damit die Ruten Wurzeln
schlagen. In den nächsten Jahren sind als Pflege Schnittarbeiten
notwendig, damit Tipi und Tunnel die Form behalten.
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