FUKS
FORUM FÜR UMWELT, KULTUR UND SOZIALES E. V.
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Baustein
/ Aktion:
Einen Totempfahl
schnitzen und bemalen
Gestaltungsaktionen
im Außengelände der Umweltstation FUKS mit Jugendlichen
des
Städtischen Jugendtreffs Neunburg vorm Wald
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Teilnehmer
:
Kinder
und
Jugendliche
im Alter bis 16 Jahre
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Beschreibung:
Das Forstamt Neunburg v. W. lieferte Holzstämme einer
Weymouthskiefer (Seidenföhre, Strobe), darunter einen
mit einer Länge von ca. fünf Metern. Das weiche
Holz dieser ursprünglich in Nordamerika beheimateten
Baumart eignet sich gut für gröbere Schnitz- und
Bildhauerarbeiten, Spielwaren, Vertäfelungen und Bienenkästen/-rahmen,
ungeeignet ist es als Bauholz. Das Harz dieser Bäume
verströmt einen intensiven Duft.
Aus einem dieser Stämme entstand der Totempfahl im Sommer
2004 unter Anleitung von Förster Arnold Kimmerl. Mit
der Motorsäge formte er die figürlichen Bestandteile
der Skulptur - Adlerkopf, Flügel usw. - vor. Die Muster
für Motive wie Bison- und Fuchskopf oder Schildkröte
wurden zunächst mit Kreide auf das Holz frei nach einer
traditionellen Vorlage übertragen, anschließend
mit Schnitzeisen und Klöpfel von den Jugendlichen in
das Holz geschnitzt.
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Im September 2004 bemalten Jugendliche des Städt. Jugendtreffs
den Totempfahl phantasievoll mit umweltfreundlichen Farben (ohne
schädliche Lösungsmittel), angeleitet von Jutta Kiener,
der damaligen Leiterin des Jugendtreffs. Der farbliche Anstrich
sorgt zugleich für einen Witterungsschutz gegen Regen und
Feuchtigkeit.
Mit Hilfe eines Baggers eines örtlichen Baugeschäfts
wurde im gleichen Monat das Kunstwerk in die Vertikale gehievt
und standsicher in einem vorher vorbereiteten Betonfundament
verankert.
Die Aktion, bei der auch die Presse anwesend war, erfüllte
die Jugendlichen sichtlich mit Stolz.
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Die
Bedeutung der Totempfähle in der Indianerkultur Nordamerikas
Ein Totempfahl wird von unten nach oben "gelesen".
Totempfähle haben oft mehrere Bedeutungen. Sie können
Geschichten erzählen, gleichzeitig Wappenpfahl sein und
einem Stammesältesten gedenken. Der Bär kann beispielsweise
ein Familienwappen sein, die Geschichte des Bären darstellen
oder eine Eigenschaft des Bären abbilden. Manche Pfähle
erinnern an einen tapferen Menschen oder denkwürdige Ereignisse
wie Naturkatastrophen. Andere Totempfähle dienen dem Besitzer
als Rechtsanspruch auf bestimmte Wappen oder Symbole oder stellen
die Familienabstammung dar.
Heutzutage werden die verschiedenen Stilrichtungen kreativ vermischt
und weiterentwickelt.
Große freistehende Totempfähle:wurden oft nur zu
besonderen Anlässen in Auftrag gegeben. An dem Entwurf
arbeiteten viele unter der Leitung einer Person. |
Der Pfahl
selber wurde von einer Gruppe Lehrlinge unter Anleitung eines
Meisters geschnitzt.
Die ersten wirklich freistehenden Totempfähle wurden
wahrscheinlich von den inländischen Stämmen Tsimshian,
Gitksan und Nisga'a Völkern in Nordamerika erstellt.
Die freistehenden Totempfähle waren bei Museen sehr begehrt
und viele wurden Ende des 19. Jahrhunderts in die ganze Welt
geschickt. Einige davon wurden gerettet, restauriert bzw.
nachgebildet und stehen heute in und um Kitwanga (British
Columbia).
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Arnold Kimmerl in Aktion: Vor
den Feinarbeiten wurden zunächst die Grobformen des Totempfals
mit der Motorsäge herausgearbeitet
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Der Totempfahl wird mit Hilfe eines Baggers in
ein vorbereitetes Fundament gehievt |
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| Gefördert
durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit
und Verbraucherschutz |